Wenn eine Insel so vielfältig ist, muss man im Paradies angekommen sein. Nach einem 4 stündigen Flug brechen wir durch die Wolken und unter uns liegt Ponta de Sao Laurenco, der äußerste Ostzipfel der Insel.

Schon beim Anflug erlebe ich die spektakuläre Aussicht auf die karge Landzunge und dahinter die dicht bebauten Hügel der Südostküste.

Auch über den Wolken geht es weiter. Der Sonnenaufgang auf dem Pico der Arieiro, den 3. höchsten Berg der Insel, raubt einem den Atem. Noch in der Kühle des morgens und im Dunkeln durchquere ich Nebelfelder und durchbreche die Wolkendecke, um mich unter einem Sternenmeer zu finden. Die Kälte ist unfassbar egal, wenn man die ersten zarten Pastelltöne am Wolkenhorizont sieht und sich dann in wenigen Minuten die Sonne auf den Weg macht und alles in ein rot-goldenes Licht taucht.

In diesen Momenten wird mir immer klar wie unfassbar beeindruckend die Natur ist und wir sie für die Dauer unseres Lebens genießen dürfen.

Das Mikroklima sorgt dafür, dass es auf Madeira ganzjährig mild bleibt, zumindest für uns Deutsche. Bei 12°C im Winter kann ich nur lächeln, denn in Deutschland liegt jetzt im Dezember schon Schnee. Mikroklima bedeutet aber auch beeindruckende Wetterumschwünge und -unterschiede. Beim Anblick von Nebel und Regen lohnt es sich oftmals sich ins Auto zu setzen und 30 Minuten auf die andere Seite der Insel zu fahren, da dort vermutlich klarer Himmel und Sonnenschein rufen.

Je weiter ich in den Nordwesten fahre, desto vielfältiger und wilder wird die Landschaft. So finde ich hier schottische Moorlandschaften, Wasserfälle, terrassierte Hänge, schattige Levada-Wanderwege und Klippen, die direkt bis ans Ufer reichen.

In Porto Moniz mit seinem großartigen Meeresschwimmbecken lohnt es sich eine große Portion Peixa Espada com Banana (Degenfisch mit Banane) zu essen und ein bisschen zu flanieren.

Schwindelige Aussichten bietet mir der Sky Walk 580m über den Feldern von Faja do Cabo Girao und dazu einen Sonnenuntergang, den man nicht so schnell vergisst. Von hier habe ich einen grandiosen Fernblick bis Funchal und auf die Insel Porto Santo. Die übrigens ein Badeparadies mit weißen Sandstränden ist.

Nach einigen Tagen unterwegs wird mir klar, dass Funchal als Ausgangspunkt die perfekte Wahl ist. Die Stadt liegt bildschön zwischen steilen Hängen und dem Meer. In der Altstadt kann ich mich an den vielen Fotomotiven nicht satt sehen. Vor allem die Rua da Santa Maria, die älteste Straße, bietet alle paar Meter eine neue Überraschung. Hier lohnt es sich, sich zwischen den bunten Köstlichkeiten, den schönsten Gärten oder der Seilbahnfahrt zum botanischen Garten treiben zu lassen. Die vielen Restaurants laden abends zu Wein, frisch gebackenem Bolo do Caco oder der Spezialität Espetadas ein.

Und für mich perfekt, die beiden Golfplätze Palheiro und Santo der Serra. Die einzigartigen Ausblicke auf Funchal oder bis hinaus auf Ponta da Sao Laurenco lassen ein glatt das Spiel vergessen.

Madeira hat mich fasziniert und ich war hier nicht zum letzten Mal.

Habt ihr Lust bekommen? Dann meldet euch, wir finden die passende Reise für euch!