…kommt einem Frevel gleich, denn Namibia hat nur Höhepunkte.

 

Meine Tour beginnt in Windhoek einer schnuckligen Stadt mit Stop an der Christuskirche und schon habe ich hier das erste Souvenir erstanden, eine Nuss auf der meine ersten Tiere Namibias geschnitzt sind! Ist doch schon einmal ein super Start!

Weiter geht es zu unserer ersten Lodge der Okapuka Lodge. Außer den üblichen Verdächtigen Antilopen jeglicher Art , sowie Zebras und Strauße beherbergt das riesige Gelände auch 5 Nashörner, die doch in freier Wildbahn sehr selten geworden sind. Die Stimmung bei einer Fahrt im offenen Geländewagen und dem obligatorischen Sundowner, hier trinkt man GinTonic, ist sensationell.

Die Übernachtung erfolgt im Desert Grace von Gondwana. Die Lodge ist einer Wellenbewegung nachempfunden und natürlich haben alle Zimmer einen eigenen Pool!

Lange bevor der Tag erwacht, beginnt unsere Fahrt zu den berühmten Sanddünen am Sossusvlei 11. Seit Jahrhunderten ein Naturwunder und sobald an der 350 Meter hohen Düne die Sonne schwarze Schatten durch ein Orange von dramatischer Leuchtkraft schickt, beginnt unser Gipfelsturm auf die „Big Daddy“, der dritt größten Düne der Welt. Ein anstrengender Aufstieg, aber es lohnt sich! Soweit das Auge reicht nur Dünen und Sand in atemberaubenden Farben. Runter geht es dann in riesigen Sprüngen. Wenn der Aufstieg nicht so anstrengend wäre, würde ich gerne „nochmal“ sagen.

Selbst die vor 500 Jahren abgestorbenen Akazien im Dead Vlei und der außerirdisch wirkende Sesriem-Canyon lassen nur ein Urteil zu: Schöner kann der Tod nicht sein.

Den Abschluss bildet ein Brunch unter den Bäumen im Sossusvlei, natürlich mit Schakal, der hier gerne Leckereien vom Brunch stibitzen möchte.

Auf dem Weg nach Swakopmund halten wir in der kleinen Ortschaft Solitär, bestehend aus einer Kirche einer Tankstelle einer Bäckerei und einer Autowerkstadt. Sehenswert sind hier die alten Autos, die drapiert in der Landschaft stehen! Die Bäckerei stellt den besten Apfelkuchen Namibias her und ist neben den Autos das Highlight in Solitär!

 Ein Bilderbuch überwältigender Motive, die sich mitunter schneller ändern, als du gucken kannst. Dünen in leuchtendem Orange, Bergmassive und Schluchten im Wechsel, endlose Grasebenen hier und Wüste bis an den Atlantik dort. Durch dieses Wechselbad der Emotionen halten wir Kurs auf die Hafenstadt Walvis Bay mit ihrem seit Menschengedenken ältesten Vogelschutzgebiet Namibias. Seeschwalben, Flamingos, Rosapelikane und Kormorane zu Zigtausenden können nicht irren, dass dies ein Platz für Auserwählte ist. 

Mit einer Katamaranfahrt in der Bucht von Walvis Bay starten wir zu einem weiteren Highlight. Die Robben fühlen sich hier so wohl, dass man schon erschrickt, wenn hinter einem auf dem Katamaran plötzlich eine Robbe sitzt und dich aus großen Kulleraugen anguckt. Die Robbe wechselt sich dann mit dem rosafarbenen Pelikan ab, der elegant auf dem Boot landet.

Den krönenden Abschluss dieses Tages bildet die Dünenrallye im Wüstengürtel zwischen Swakopmund und Walvis Bay. Das Adrenalin steigt, wenn unser Jeep hoch oben auf der Düne steht und du weißt , hier fährt er gleich runter. Keine Achterbahn kann hier mithalten!

Und wie es immer so ist, geht alles Schöne vorbei! Ein letztes Mittagessen in Joe`s Beerhouse, hier probieren wir Kudu und Oryx und es gibt auch Bratwurst und ein letzter Rock Shandy und eine traumhafte Reise geht vorbei. Aber Namibia hat mich nicht zum letzten Mal gesehen, denn mir fehlen noch einige Regionen Namibias.

Vermissen werde ich sicherlich die Sundowner an den sensationellsten Orten!

Eure Irene